Kleine Gärtner ganz groß

Der Frühling steht vor der Tür, so langsam erwacht draußen wieder das Leben. Doch wie wird eigentlich aus einem kleinen Samenkorn eine Pflanze? Gerade für Mini­gärtner ist das ein großes Abenteuer. Mit dem Minigewächshaus können Kinder den Pflänzchen beim Großwerden zuschauen, sie gießen, hegen und pflegen und erste gärtnerische Erfahrungen sammeln. Hier erfahren Sie, wie selbst die kleinsten Pflanzenliebhaber spielendleicht aus kleinen Körnern farbenfrohe Blüten und leckeres Gemüse wachsen lassen.

Anleitung

Säen, gießen, warten, staunen, ernten! Ideal für Kinder ist ein Mini­gewächshaus inklusive Erde, Anzuchttöpfe, Samen und so funktioniert es:

Schritt 1

Zuerst die Anzuchterde und die Samentüten aus dem Gewächshaus nehmen, die Anzuchttöpfe bleiben allerdings in der Schale.


Schritt 2

Nun die Tüte mit der gepressten Anzuchterde an der Oberseite öffnen und vorsichtig lauwarmes Wasser in die Tüte gießen. Die entsprechenden Mengenhinweise finden Sie auf der Verpackung des Herstellers. Anschließend ein bisschen warten, bis der Block zu loser Erde aufquillt. Wenn die Erde komplett aufgequollen ist, diese durchmischen und mit einem Löffel das Substrat in die Töpfe verteilen.


Schritt 3

Jetzt die Samenkörner in die Töpfchen geben. Je nach Samengröße können ein oder mehrere Samen in einem Topf verwendet werden. Wichtig ist zwischen den Samen Platz zu lassen, damit die Pflanzen auch gut gedeihen können. Zum Schluss die Samen mit etwas Erde bedecken. Ringelblumen, Tomaten oder Erdnüsse – die Samen der Pflanzen haben unterschiedliche Bedürfnisse und müssen entsprechend unterschiedlich versorgt werden. Auf den beiliegenden Samentüten finden Sie weitere Infos, um ein gesundes Pflänzchen zu züchten.


Schritt 4

Damit die Samen rasch zu keimen beginnen, braucht das Minigewächshaus ein helles und warmes Plätzchen wie die Fensterbank. Um den Pflänzchen beim Großwerden zu helfen, muss die Erde in den Töpfchen regelmäßig gegossen werden. Die Erde muss stets feucht sein, aber nicht triefend nass. Neben Feuchtigkeit, Wärme und Licht brauchen die Keimlinge regelmäßig Frischluft, um zu einer stattlichen Pflanzen heranwachsen zu können. Einfach einmal am Tag den Deckel des Gewächshauses abnehmen und den Jungpflanzen eine frische Brise gönnen.


Schritt 5

Ein kräftiger Stängel und mehrere kleine Blättchen sind das Zeichen dafür, dass die Pflänzchen nun groß genug sind und nun das Minigewächshaus verlassen können. Dazu die Anzuchttöpfe vorsichtig auseinanderreißen und sie einzeln in ein Beet im Garten oder in einen größeren Topf mit Erde setzen. Die Wurzeln sind in die Topfwand hineingewachsen, daher sollten sie nicht von den Töpfen getrennt werden. Die Anzuchttöpfe lösen sich aber nach einer Zeit in der Erde auf.
Nun heißt es weiter warten und die jungen Pflanzen weiter pflegen, dann bringen sie irgendwann leckere Tomaten und Erdnüsse hervor oder Blätter, aus denen Ringelblumensalbe gemacht werden kann.


Tipps und Tricks

Wer kein Minigewächshaus zur Hand hat, kann sich auch selbst Anzuchttöpfchen bauen. Joghurt­ und Eisbecher eignen sich dafür hervorragend. Mit Klarsichtfolie überspannt garantieren sie ein gleichmäßig feuchtes Klima. Aber Vorsicht, die Gefäße müssen immer sorgfältig gesäubert sein, denn zarte Jungpflanzen sind sehr empfindlich und anfällig für Pilzinfektionen.

Die Tomate, die Erdnuss oder die Ringelblume gehören zum Beispiel zu den Lichtkeimern. Das bedeutet, sie keimen nur, wenn sie an warmen hellen Orte angezüchtet werden. Ihre Samen sollten nur wenig oder teils gar nicht mit Erde bedeckt werden. Allerdings gibt es auch Dunkelkeimer wie die Kapuzinerkresse, die abgedunkelte Räume vorziehen und ihre Samen am liebsten unter einer dicken Schicht Erde verstecken. Das Säen erfolgt wie in der Anleitung auf der Tüte des Saatguts geschrieben.

Auch der Pflanzennachwuchs braucht spezielle Nahrung, die ihn gesund heranwachsen lässt. Daher ist es wichtig zur Anzucht ausschließlich nährstoffarme, wasserdurchlässige Anzuchterde zu verwenden. Normale Blumenerde enthält zu viel Düngesalze – die Samen können darin verfaulen oder die gerade gekeimten Pflänzchen eingehen, weil die Salze die zarten Wurzeln auslaugen. Anzuchterde ist zudem frei von Pilzsporen und anderen Samen, sodass die Keimlinge ungestört groß werden können.

Der ideale Zeitpunkt kleine Jungpflanzen vorzuziehen ist das zeitige Frühjahr. Im Zweifel aber lieber etwas später mit der Anzucht beginnen, denn bei guter Pflege wachsen die Samen schnell zu gesunden Sämlingen heran und ihnen wird es in ihren Anzuchttöpfen oder Minigewächshäusern zu klein. Falls es dann noch zu kalt ist erleiden sie nach ihrem Umzug nach draußen Frostschäden.

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