Wohnräume ausleuchten

Um bei der Ausleuchtung ihrer Räume logisch vorzugehen, macht es Sinn, sich die jeweiligen Tätigkeiten anzusehen, denn zu fast jeder Tätigkeit wird Licht benötigt. Außerdem mag nicht jeder das gleiche Licht. Der eine hätte es gerne dunkler, kuscheliger und gemütlicher, der andere hätte es gerne heller, damit er alles gut erkennen kann.


Flur/Diele

Hier wird Besuch empfangen, man hängt seine Jacke auf, stellt die Schuhe ab und von hier aus betritt man in der Regel weitere Räume. Hier finden keine langwierigen Tätigkeiten statt, bei denen man sich konzentrieren will oder muss. Ein einfaches Orientierungslicht reicht aus. Will man sich allerdings im Spiegel betrachten und möchte man Farben unterscheiden können, bedarf es helleren Lichtes. Um Treppen sicher betreten zu können, sollten auch diese ausreichend beleuchtet werden. Deckenleuchten, Deckenspots oder Wandleuchten bieten sich hier an.


Badezimmer

Hier ist eine Grundbeleuchtung erforderlich, die den gesamten Raum gut ausleuchtet. Im Bereich des Waschbeckens ist zusätzliches blendfreies Licht nötig, das besonders die Gesichtspartie optimal und schattenfrei ausleuchtet. Dies erreicht man durch die Installation zweier Wandleuchten jeweils links und rechts vom Spiegel. Oder es wird eine Leuchte direkt über dem Spiegel montiert. Da Feuchtigkeit und elektrischer Strom ein hohes Gefahrenpotential bergen, beachten Sie unbedingt die DIN VDE 0100. Solche Installationen dürfen nur von einem Fachmann ausgeführt werden!


Kinder- und Jugendzimmer

Da sich Kinder meistens in allen Bereichen ihres Zimmers aufhalten, sollte das gesamte Zimmer gut ausgeleuchtet sein. Lange Schatten sind zu vermeiden. Gut geeignet sind hier mehrflammige Deckenspots. Zum Lesen und Arbeiten sollten an Bett und Schreibtisch weitere ausreichend helle Leuchten vorgesehen werden. In den Zimmern von Kleinkindern empfiehlt es sich, mit dimmbaren Leuchten zu arbeiten, um auch nachts eine geringe Helligkeit geben zu können. Oder Sie verwenden kleine Orientierungsleuchten, die einfach in die Steckdose gesteckt werden.


Wohnzimmer

Im Wohnzimmer wird ferngesehen, gelesen und werden Gäste empfangen. Zum Lesen wird direktes, ausreichend helles Licht benötigt. Außerdem sollte der Helligkeitskontrast zum Umfeld nicht zu stark sein, da das Lesen sonst zu sehr anstrengt und die Augen ermüden lässt. Sorgen Sie deshalb für ein ausreichendes Umgebungslicht. Auch das Fernsehen lässt die Augen ermüden, wenn das Umfeld völlig dunkel ist. Kleine Tisch-, Boden- oder Wandleuchten können hier Abhilfe schaffen und gleichzeitig für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Eine dimmbare Grundbeleuchtung kann ebenfalls eingesetzt werden. Für alle weiteren Tätigkeiten wie z. B. musizieren oder PC-Arbeit sind kleine Leuchten mit einem begrenzten Lichtschein hilfreich. Achten Sie darauf, dass Sie keine Leuchten gegenüber vom Fernseher positionieren, da sich das Licht im Fernseher spiegelt und so beim Fernsehen stört.


Esstisch

Hier empfiehlt sich eine Pendelleuchte. Diese sollte seitlich nicht zu weit oder zu stark abstrahlen, da Sie sonst geblendet werden. Kleine, einzelne Leuchtmittel lassen den gedeckten Tisch festlich erscheinen und Ihr Besteck und Porzellan glänzen. Leuchtenschirme, die auch nach oben geöffnet sind, können zusätzlich den gesamten Raum erhellen. Wenn Sie nach oben geschlossene Leuchtenschirme verwenden, ist es ratsam, noch weitere kleine Lichtquellen im Raum unterzubringen. Hier genügen oft schon eine oder zwei kleine Tischleuchten auf dem Sideboard oder im Regal. Achten Sie beim Leuchtmittel auf eine gute Farbwiedergabe und einen leichten Rotanteil, dieser lässt Ihre Speisen appetitlicher aussehen. Um einen Abend am Esstisch gemütlich ausklingen zu lassen, empfehlen wir, diese Leuchte mit einem Dimmer auszustatten. Bei großen Tischen können Sie einfach mehrere Pendelleuchten nebeneinander hängen.


Küche

Hier wird mit Schere, Messer und heißen Dingen hantiert – also sollten Sie die Bereiche, die zur Speisenzubereitung, zum Kochen und Spülen dienen, besonders hell ausleuchten. Lichtbänder unter den Oberschränken, oder mehrere Ein- oder Unterbauleuchten erfüllen hier wunderbar ihren Zweck und sorgen dafür, dass wenige Schatten entstehen, die gerade beim Gemüseschneiden stören könnten. Die Grundbeleuchtung der Küche sollte ebenfalls möglichst hell sein. Mehrere Lichtquellen sorgen auch hier dafür, dass möglichst wenig Schatten entstehen kann und alle Bereiche gut ausleuchtet sind. Achten Sie darauf, dass ausreichend Licht in Schränke und Schubladen fallen kann. Gegebenenfalls statten Sie die Schränke von innen mit entsprechenden Einbauleuchten aus. Um den verschiedenen Tätigkeiten in der Küche gerecht zu werden, sollten die Licht-Zonen getrennt voneinander schaltbar sein. So kann z. B. nach dem Zubereiten der Speisen die Allgemeinbeleuchtung ausgeschaltet werden und die Beleuchtung der Arbeitsflächen kann als Hintergrundbeleuchtung beim Essen dienen.


Schlafzimmer

Besonders wenn Ihr Kleiderschrank im Schlafzimmer steht, sollte auch hier die Beleuchtung ausreichend hell sein. Mehrere Deckenleuchten vor dem Kleiderschrank sorgen dafür, dass Ihnen Ihr eigener Schatten bei der Auswahl Ihrer Kleidung nicht im Wege ist. Auch Möbeleinbauleuchten können dafür sorgen, dass das Schrankinnere ausreichend hell beleuchtet wird. Am Bett machen verstellbare Leuchten mit einem kleinen Lichtkegel Sinn, damit eventuell neben Ihnen schlafende Personen nicht gestört werden. Hierzu eignen sich kleine Tischleuchten, Wandleuchten oder aber auch Schreibtischleuchten – für manche Schreibtischleuchten ist eine Wandhalterung erhältlich – so haben Sie auf Ihrem Nachtisch noch genügend Platz, um Ihr Buch und den Wecker unterzubringen. Sollten Sie lange im Bett lesen wollen, achten Sie auf eine gewisse Hintergrundbeleuchtung, damit der Helligkeitskontrast zum Umfeld des Buches nicht zu stark ist, da dies die Augen anstrengt und schnell zum Ermüden führt.


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