Grill ABC - das sollten Sie übers Grillen wissen

Welche Grillmethode ist die Beste Wahl für Ihr Grillgut? Was müssen Sie überhaupt über Ihr Grillgut wissen? Wir haben für Sie alle nützlichen Informationen rund ums Thema Grillen hier in unserem Grill ABC zusammengefasst. So bleiben keine Fragen mehr offen!

Grillmethoden

Direktes Grillen

Beim direkten Grillen liegt das Grillgut unmittelbar über der Hitzequelle. Dadurch erhalten Sie spezielle Aromen und das Grillgut bekommt das typische Grillmuster. Fürs direkte Grillen benötigen Sie relativ hohe Temperaturen – mindestens 250°C und kurze Garzeiten. Daher eignet sich diese Methode für Grillgut mit einer Garzeit unter 30 Minuten (z. B. Steaks, Würstchen, Spieße und Gemüse).

Indirektes Grillen

Für die indirekte Grillmethode sollten Sie einen Grill mit Deckel nutzen, da dieser die aufsteigende Hitze reflektiert und so von allen Seiten schonend gart. Das Grillgut wird zwischen den Wärmequellen positioniert. Dafür wird bei einem Holzkohlegrill die Glut nach dem Vorheizen an den Rand geschoben und eine Wasserschale unter das Grillgut gestellt. Bei einem Gasgrill werden die Gasbrenner nach dem Vorheizen abgestellt. Das indirekte Grillen ist besonders für Grillgut mit einer Garzeit über 30 Minuten geeignet (z. B. Rippchen, ganze Hähnchen oder Gänse und Fische).

Grillgut

Richtig wenden

Viele Hobby-Griller wenden das Fleisch im Minutentakt. Doch so wird das Kotelett oder Nackensteak trocken. Und der Fisch zerfällt. Richtig: Nur einmal umdrehen. So bleibt das Fleisch saftig und es entwickeln sich leckere Röstaromen.

Gepökeltes Fleisch

Kasseler und Co. haben auf dem Grillrost nichts zu suchen. Bei hohen Temperaturen bilden sich Nitrosamine, Stoffe, die ein Krebsrisiko bergen. Auch Bockwürste sollten deshalb nicht gegrillt werden.

Kaltes Fleisch

Das Fleisch sollte vor dem Grillen Zimmertemperatur haben. Ansonsten wird es zwar außen schnell braun, kann aber unter Umständen innen noch kalt und roh sein. Tiefgekühltes Fleisch sollte man gar nicht zum Grillen nehmen, da es schnell trocken wird.

Würstchen

sollten unbedingt einen Naturdarm haben. Wenn man Würstchen mit Kunstdarm grillt, erhält das Grillgut einen unappetitlichen Kunststoffgeschmack.

Entspannen

Ein gutes Steak wandert nicht direkt vom Grill in den Mund, sondern ruht für 2–3 Minuten – am besten in Folie gewickelt. Das hat den Vorteil, dass man sich erstens nicht die Zunge verbrennt und zweitens beim Anschneiden nicht gleich der ganze Fleischsaft aus dem Steak auf den Teller rinnt.

Fisch

wickelt man am besten in Alufolie, bevor man ihn auf den Grillrost legt. Das verhindert, dass der Fisch beim Grillen auseinanderfällt und austrocknet. Alternativ kann man einen Fischkorb verwenden.

Gemüse

Beim Gemüse eignen sich vor allem die festfleischigen Sorten wie Paprika, Tomaten und Auberginen. Besonders lecker sind auch Zwiebeln, Maiskolben und Pilze, die einfach auf den Grillrost gelegt werden. Maiskolben werden immer am besten in Wasser vorgegart.

Obst

Als Abschluss des Grillfestes kann man natürlich auch Obst auf den Grill legen. Hier eignen sich besonders Bananen, Birnen, Äpfel oder Pfirsiche. Wer möchte, kann das Obst vorher auch mit Alkohol oder Fruchtsaft beträufeln und mit Vanille, Zucker oder Zimt bestäuben. Anschließend wird es dann in Alufolie eingewickelt und auf den Grillrost gelegt.

Grillmuster

Wer möchte, dass sein Stück Fleisch ein schönes Grillmuster bekommt, muss es branden, d. h. bei direkter Hitze auf den heißen Rost legen und nach 2–3 Minuten um 45 Grad drehen. Das funktioniert am besten auf gusseisernen Grillrosten.

Weder Bier noch Wein

Besprühen oder begießen Sie das Fleisch nicht mit Bier oder Wein, denn das führt zur Bildung von gesundheitsschädlichen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.

Gesund Grillen

Nur, wer es falsch macht, gefährdet sich. Der größte Fehler: Zu viel Öl und Fett wird auf das Fleisch gepinselt. Tropft dies auf die glühende Kohle, bilden sich nicht nur Flammen, sondern auch das krebserregende Benzpyren.

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