Rosen

Die Rose ist nicht nur eine der schönsten Blumen, sondern auch besonders vielseitig. Für jedes Klima, jede Gartengröße und jede Vorliebe gibt es die ideale Sorte. Ob allein oder im Rosenbeet, als Ranke oder am Spalier, ja sogar als Bodendecker lässt sie sich perfekt einsetzen. Die Vielfalt ihrer Farben, Düfte und Wuchsformen ist so groß, dass schon die Planung Ihres Rosengartens zum Erlebnis wird.

So haben Sie immer schöne Rosen im Garten

Standort

Da Rosen Tiefwurzler sind und ihre Wurzeln bis zu einem Meter in die Erde ragen, sollte der Boden locker, tiefgründig und nährstoffreich sein. Sie gedeihen am besten an einem sonnigen Standort ohne Zugluft. Ideal für Rosen ist die Südost- oder Südwestseite.

Pflanzzeit

Containerrosen können fast ganzjährig gepflanzt werden, jedoch nicht bei Frost oder großer Hitze. Ansonsten ist die beste Pflanzzeit im Frühjahr bis Mitte Mai und wieder ab Mitte September bis zum Frost. Alle Rosen sollten vor dem Pflanzen mehrere Stunden ins Wasser gestellt werden. Den Boden vor dem Pflanzen tiefgründig lockern und mit einem Vorratsdünger oder Hornspänen anreichern. Die Veredelungsstelle der Rose sollte beim Pflanzen 5 cm unter der Oberfläche liegen. Werden die Rosen zu hoch eingepflanzt, erfrieren sie leichter.

Gießen

Weil Rosen sehr tiefe Wurzeln haben, reicht ihnen das Wasser aus der Tiefe aus. Stehen sie aber viele Stunden in der Sonne, sollten sie ein- bis zweimal pro Woche kräftig im Wurzelbereich gegossen werden. Aber Achtung! Sie dürfen nicht von oben gegossen werden, da die Feuchtigkeit auf den Blättern Pilzinfektionen fördert.

Düngen

Düngen ist im ersten Jahr nicht nötig. Ab dem zweiten Jahr sollte beim Austrieb im Frühjahr ein Rosendünger, mineralisch oder organisch, um die Rose gestreut und leicht eingeharkt werden. Auf leichten Böden kann im Juni eine zweite Düngung erfolgen.

Überwinterung

Rosen sind grundsätzlich winterhart und sollten nicht im Herbst, sondern erst im Frühjahr ihren großen Rückschnitt erhalten. Als Schutz eignet sich luftdurchlässiges Material wie Jute. Düngen Sie nie nach Mitte Juli, da sonst im Herbst das Rosenholz nicht rechtzeitig ausreifen kann und die Rose im Winter erfriert.

Schnitt von Rosen

Grundsätzlich wird eine scharfe Rosenschere für den Schnitt verwendet, um das Rosenholz nicht zu quetschen. Geschnitten wird leicht schräg, ungefähr 0,5 cm oberhalb eines nach außen zeigenden Auges (Austrieb).
Die verschiedenen Jahreszeitenschnitte:

  • der Frühjahrschnitt = Erziehungsschnitt erfolgt vor dem Blattaustrieb der Rosen und ist Voraussetzung für schöne und gesunde Pflanzen.
  • der Sommerschnitt = Blütenschnitt erfolgt nach dem Verblühen des ersten Blütenflors und unterstützt den Austrieb des nächsten Blütentriebes.
  • der Herbstschnitt = Pflegeschnitt vor dem ersten Frost dient lediglich der ordnungsgemäßen Überwinterung.

Damit Sie alle um Ihre Rosen beneiden

Es gelten folgende Grundregeln für den Schnitt:

Je tiefer man einen Trieb herunterschneidet, desto weniger Augen bleiben übrig und umso stärker und länger werden die neuen Triebe.

Dickere Ausgangstriebe entwickeln stärkere, längere und auch mehr Triebe als dünne Ausgangstriebe.

Die oberen Augen auf einem Trieb treiben früher aus als die unteren Augen auf dem gleichen Trieb.

Um langstielige Blüten zu fördern (z. B. bei Edelrosen), sollte stark zurückgeschnitten werden - möchte man mehr Blüten mit kürzeren Stielen (z. B. bei Beetrosen), so wird weniger stark zurückgeschnitten.

Schwachwüchsige Sorten werden stärker, starkwüchsige weniger tief zurückgeschnitten.

Abgestorbene, erfrorene, kranke, sich kreuzende Triebe werden stets vorweg bis ins gesunde Holz herausgeschnitten.


Die etwas andere Rose

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