Gartenhaus schnell und einfach selbst aufgebaut

Für nahezu jeden Garten gibt es auch ein passendes Häuschen. Ob als Aufbewahrungsort für Gartenmöbel, -geräte oder als Rückzugsort zur Entspannung – ein Gartenhaus kann vielfältig genutzt werden. Selbermachern, die eins bauen möchten, stehen dabei verschiedene Arten und Materialien zur Auswahl. toom Baumarkt zeigt, wie in wenigen Schritten der Traum vom eigenen Gartenhäuschen wahr werden kann.

Überblick über die verschiedenen Arten von Gartenhäusern

Die Vielfalt an Arten, Material und Größe von Gartenhäusern scheint grenzenlos zu sein. Vor dem ersten Baumarktbesuch lohnt es sich daher, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Zum einen gibt es Gartenhäuser aus Metall und Kunststoff. Aufgrund ihres robusten Materials, werden diese oft als Geräteschuppen genutzt. Hier steht deutlich die Funktionalität im Vordergrund, nicht die Gemütlichkeit. Sie zeichnen sich gerade durch ihre Wetterbeständigkeit und Langlebigkeit aus. Diese Art von Häusern sind schnell und einfach aufgebaut.

Zum anderen sind Gartenhäuser aus Holz eine beliebte Variante. Der Klassiker darunter ist das Blockbohlenhaus aus massivem Holz. Diese Art wird oft als Pavillon, Grillhaus oder Gartensauna verwendet. Selbermacher können hier zwischen verschiedenen Holzarten wählen. Besonders geeignet sind Nadelhölzer wie Fichte und Lärche. Sie sind vergleichsweise günstig und sehr harzreich, was sie äußerst wetterfest macht. Trotzdem sollten sie regelmäßig gestrichen werden, damit Regen und Schnee dem Holz auf Dauer nichts anhaben. So können sich Gartenliebhaber lange an ihrem Häuschen erfreuen.

Gartenhaus selber bauen

Den richtigen Standort wählen

Bevor mit dem Aufbau begonnen wird, sollten Heimwerker vorab den richtigen Standort für das Gartenhaus auswählen. Denn Feuchtigkeit greift die Gartenhütte auf lange Sicht an. Ein sonniges und trockenes Plätzchen ist daher besser, als ein schattiges unter Bäumen. Sobald der richtige Standort feststeht, kann das Fundament angelegt werden.


Das Fundament anlegen

Eine einfache und beliebte Variante für ein stabiles Fundament ist die Fundamentplatte. Sie eignet sich für Baugrund mit geringer Standfestigkeit und ist einfach anzulegen. Dafür muss der Boden etwa 30 bis 35 Zentimeter tief ausgehoben werden. Die Fläche sollte dabei auf allen Seiten zehn Zentimeter größer als die Grundfläche des geplanten Gartenhauses sein. Der Rand der Mulde wird anschließend mit möglichst robusten Brettern stabilisiert, damit der schwere Beton später nicht in die Ränder drückt. In die Mulde selber kommt zunächst eine zehn Zentimeter dicke Schicht Kies. Darauf wird eine Fundamentplatte gelegt und mit einer Folie aus Polyethylen bedeckt.

Diese schützt den Beton später vor Frostschäden und Nässe. Jetzt kann der Beton eingefüllt werden. Für noch mehr Stabilität, sollten Selbermacher zwischen zwei Betonschichten noch eine Stahlmatte ziehen. Hier ist darauf zu achten, dass die Ränder nicht über die Platte hinausgehen. Im letzten Schritt wird die Betonoberfläche mit einem Abzieher  waagrecht gerade und glattgezogen.


Die Wände einfach zusammensetzen

Sobald das Bodenfundament steht, kann mit dem Aufbau des Gartenhauses begonnen werden. Je nach Modell variieren hier die Schritte. Bei Fertiggartenhäusern wird nach dem Lego-Prinzip die einzelnen Module einfach ineinandergesteckt. Wer zu einem Gartenhaus aus Holz greift, sollte vor dem Aufbau die Bretter mit einer Grundierung behandeln. Dadurch ist der ganzheitliche Schutz vor Nässe und Fäulnis von Anfang an gegeben.


Eine schützende Dachbedeckung

Bei vielen Bausätzen wird als Dachbedeckung die Dachpappe mitgeliefert. Wer sein Gartenhaus zusätzlich vor Unwetter schützen möchte, kann zusätzlich Schindeln oder Wellplatten auf dem Dach anbringen. Zudem können Hobbybastler eine Regenrinne anbringen. So kann das Regenwasser in einer Regentonne oder Zisterne gesammelt und für die Bewässerung des Gartens genutzt werden.

Das Gartenhaus wetterfest machen

Damit Schimmel und Fäulnis bei Holzgartenhäusern keine Chance haben, ist es ratsam, das Holz regelmäßig mit einer Grundierung zu behandeln. Nach dieser Behandlung kann das Holzhaus noch mit einer Wetterschutzfarbe oder einem Lack angestrichen werden. Für die Außenwände sollten Hobbybastler zu einer farbigen Lasur greifen, da diese auch Schutz vor UV-Strahlung bietet. Je nach Standort und Witterung sollte dieser Anstrich jährlich, mindestens aber alle zwei Jahre wiederholt werden. Zur Wartung gehört es auch, das Dach von Schnee, Blättern und Ästen zu befreien und es regelmäßig auf undichte Stellen zu prüfen. Egal welche Jahreszeit herrscht, es ist wichtig, dass Gartenhaus regelmäßig zu lüften und für einen Luftaustausch zu sorgen. Dabei reichen bereits fünf bis zehn Minuten Stoßlüften. Denn Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sinken und steigen täglich. Ansonsten bilden sich durch die Kondensation kleine Tröpfchen, die sich im Holz festsetzen und zu Schimmelpilzbefall führen.

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