Gartenbau & Gartenpflege

Ein schöner, prachtvoller und gepflegter Garten ist das Ziel jedes Hobbygärtners – oder vielleicht sogar von jedem, der einen Garten hat. Was zuerst wie eine große Aufgabe wirkt, muss gar nicht so schwer sein und kann richtig Spaß machen. Mit ein paar Handgriffen, Tricks und Kniffen ist es ein Leichtes, einen schönen Ort zu schaffen. Und ihn zu pflegen.

Die 10 meistgestellten Fragen zum Garten

1. Wie bekämpfe ich wirkungsvoll Schnecken?
Die drei bewährtesten Arten der Schneckenbekämpfung sind Schneckenkorn (beachten Sie, dass es sich hier um ein Gift handelt), Schneckenzäune und Bierfallen. Ebenfalls ist es hilfreich, seine Pflanzen morgens statt abends zu gießen, denn Schnecken sind nachtaktiv und können so die Feuchtigkeit im Boden abends nicht mehr nutzen. Außerdem ist es hilfreich, Kaffee oder Kaffeesatz auf den Boden auszubringen, geringe Konzentrationen können die hungrigen Schnecken fernhalten. Bei den Schnecken sehr beliebt sind Erdbeeren, Salat oder die Studentenblume.

2. Wie kompostiere ich richtig?
Dies richtet sich nach der Menge, die die Pflanze an Nährstoffen für ein gesundes Wachstum benötigt. Generell besteht Kompost aus organischen Materialen, die nicht chemisch belastet sind. Um einen Kompost herzustellen eignen sich z.B. Eierschalen, Tee, Obst oder Pflanzen sowie der geschnittene Rasenabfall. Dabei ist aber unbedingt zu beachten, dass die Abfälle nicht zu nass sein dürfen, damit es im Komposter nicht anfängt zu schimmeln. Auch zu große oder schwer verrottende Dinge wie Walnusslaub oder Steine sind eher ungeeignet. Als unterste Schicht eignen sich besonders gut abgeschnittene Äste oder Zweige, die eine circa 20 cm dicke Schicht bilden. Der Verrottungsprozess dauert je nach Zusammensetzung mindestens vier Monate. Wenn der Kompost dunkel gefärbt und krümelig ist, kann er verwendet werden.

3. Sollte die Erde immer umgegraben werden?
Da sich im oberen Bereich des Erdreichs die wichtigsten Nährstoffe befinden, wird vom Umgraben abgeraten. Ein vorsichtiges Lockern des Bodens reicht hier völlig aus. Außerdem gelangen so Unkrautsamen an die Oberfläche und können so austreiben. Durch das Umgraben wird der Mikroorganismus des Bodens aus dem Gleichgewicht gebracht, das kann sich sogar negativ auf die Bodenqualität auswirken.

4. Wie wichtig sind Regenwürmer für einen gesunden Boden?
Regenwürmer dürfen unter keinen Umständen aus der Erde genommen werden, denn sie sind unerlässlich für eine gute Humusproduktion. Die Ausscheidungen der Regenwürmer dienen sogar als natürlicher Dünger. Sie sind dafür zuständig, den Boden aufzulockern und zu durchlüften.

5. Wie kann man Saatgut am besten verteilen?
Mischen Sie das Saatgut mit feinem, trockenem Quarzsand und verteilen Sie dieses Gemisch auf dem Boden. Wir empfehlen Ihnen aber, die Samen erst in Anzuchttöpfen zu ziehen. So ist die Ausbeute größer und die Saat kann nicht durch Regen fortgespült oder von Vögeln gefressen werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, Anzucht- oder Pflanzerde zu benutzen, da diese mit wichtigen Nährstoffen angereichert ist, damit schnell ein Keimling entsteht. Generell sollte mit der Aussaat bis nach dem letzten Frost gewartet werden.

6. Müssen alle Schnittwunden am Baum behandelt werden?
Schnittwunden am Baum müssen erst ab einer Größe von 2 cm im Durchmesser behandelt werden. Dies verhindert, dass sich an der Schnittwunde Pilze bilden können oder der Baum dort anfängt zu faulen. Wichtig ist, dass Sie einen sauberen, scharfen Schnitt setzen, der nicht ausfranst. Wenn die Schnittfläche einmal nicht so gut gelungen ist lässt sie sich problemlos mit z.B. einer geschärften Säge nachbearbeiten.

7. Wann sollte eine Hecke am besten geschnitten werden?
Immergrüne Hecken werden im März geschnitten, laubabwerfende Hecken im Juni oder Juli. Als Faustregel gilt, dass der Hauptschnitt Mitte Juni stattfinden sollte, denn dann befindet sich die Hecke in einem guten Zustand, um geschnitten zu werden. Trotzdem sollte man kahle oder gar graue Stellen schon bereits im Februar abschneiden, damit sie der Hecke im weiteren Jahresverlauf nicht schaden können. Profitipp für Buchsbäume: den Buchs nicht mehr nach dem August schneiden. Frische Triebe können dann anwachsen und sind nicht mehr anfällig, durch den Frost gelb zu werden.

8. Sollte man eher organische oder mineralische Dünger verwenden?
Organische Dünger sind bodenschonender und wirken längerfristig. Mineralische Dünger sollten nur bei akuten Mangelerscheinungen verwendet werden. Ein mineralischer Dünger ist z.B. Blaukorn. Zu den organischen Düngern hingegen zählen z.B. die Hornspäne. Ein großer Unterschied zwischen den beiden Arten liegt in der Wirkzeit: der organische Dünger wirkt langsamer als der mineralische. Allerdings kann sich der mineralische Dünger auf lange Sicht negativ auf die Bodenqualität auswirken. Eine gute Balance sollte hier gefunden werden.

9. Ist es ratsam den Boden zu kalken?
Der Boden sollte nur bei einem zu niedrigen pH-Wert, also einem sauren Boden, gekalkt werden. Wenn Sie zu viel Kalk auf den Boden aufbringen sorgt dieser dafür, dass der wertvolle Humusboden schneller abgebaut wird und so wichtige Nährstoffe zerstört werden. Außerdem hindert dies den Boden daran, genügend Luft und Wasser zu speichern. Durch Aufbringen der richtigen Menge an Kalk kann sich allerdings die Bodenqualität auch sehr verbessern und Pflanzen besser wachsen.

10. Was sollte man zum Mulchen verwenden?
Mulchen bedeutet den Boden mit organischen Materialien zu bedecken. Dazu eignen sich besonders Stroh, Grünschnitt, Sägespäne, Kompost aber auch Rindenmulch. Wichtigste Funktion der Mulchschicht ist die Isolierung. Bei Hitze wird der Boden gekühlt und bei Kälte speichert die Schicht die Wärme. Ein schöner Nebeneffekt ist die Unkrauthemmung, durch die Schicht kann das Unkraut nur erschwert nach oben gelangen.

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