Schnell und einfach Risse im Putz ausbessern

Auf den ersten Blick scheint so ein Riss im Putz harmlos zu sein. Geht er jedoch tief in die Wand, kann sich ein kleiner Sprung schnell ausweiten und den ganzen Putz durchdringen. Die Schutzwirkung einer Außenwand ist dann nicht mehr gegeben. Nässe, Wind und Feuchtigkeit haben so ein leichtes Spiel. Aber keine Angst – eine Komplettsanierung ist meist nicht nötig. Mit ein paar Tricks und Tipps ist ein Putz schnell ausgebessert. toom Baumarkt verrät, wie es geht.


Schwierigkeitsgrad: leicht

Dauer: zwischen 30 Minuten und drei Stunden

Werkzeug: Spachtel, Malerquaste, Staubsauger, Abdeckplanen, Stahlbürste, Spachtelmasse



So lässt sich abgeplatzter Putz ausbessern

Sind äußerlich bereits kleine Risse im Putz zu sehen, sollte in einem ersten Schritt die Wand genau untersucht werden. So können alle Mängel in einem Schwung erledigt werden. Wichtig dabei ist, dass der Untergrund eben, trocken und tragfähig ist. Vor allem sollten Selbermacher unbedingt alle losen und abgeplatzten Putzreste beseitigen. Am einfachsten gelingt dies mit einer Stahlbürste. Anschließend können die kleinen Risse mit einer Quaste befeuchtet und anschließend verspachtelt werden.


Risse an Innenwänden schnell verspachteln

Kleinere Schäden am Putz von Innenwänden können mit einem Malerspachtel und Reparaturspachtelmasse behoben werden. Zuerst sollten Heimwerker aber unbedingt ihren Boden mit einer Plane abdecken. Erst dann werden die Risse mit einem Malerspachtel V-förmig vergrößert. Danach wird die kaputte Stelle gesäubert und lose Rückstände entfernt. Bevor nun der Riss mit der Reparaturspachtelmasse gefüllt wird, sollten Handwerker diese gut durchrühren.
Tipp: Die Masse in einen Gipsbecher füllen. Von da lässt sie sich nicht nur leichter mischen, sondern besser mit dem Malerspachtel entnehmen.


Löcher in der Wand einfach verputzen

Der Putz kann nicht nur Witterungs- oder Altersbedingt leiden, sondern auch durch Nagel-, Schrauben- oder Dübellöcher beschädigt werden. Doch in wenigen Schritten sind auch diese Schäden schnell wieder ausgebessert. Sollte der Nagel oder die Schraube noch in der Wand stecken, können Selbermacher diese mit einer Kombizange einfach entfernen. Es macht übrigens nichts, wenn sich dabei noch mehr Putz löst. Denn auf rauem Untergrund hält die Spachtelmasse besser. Anschließend gilt auch hier: Die Löcher von Staub und Dreck befreien. Hier kann ein Staubsauger gute Dienste leisten. Das weitere Vorgehen ist dann wie bei einem Riss. Sind die Löcher jedoch sehr tief, empfiehlt es sich, vor der Spachtelmasse noch ein Tiefengrund aufzutragen.


Die Trockenzeit von Spachtelmasse

Die Trockenzeit der Spachtelfüllung variiert von 30 Minuten bis hin zu mehreren Stunden. Je nach Art, Tiefe der Füllung und Untergrund unterscheidet sich die Zeit bis zur Weiterverarbeitung. Selbermacher sollten daher auf die Packungsangabe des Herstellers achten. Zu bedenken ist auch, dass die Dauer von der Beschaffenheit des Materials abhängt, das danach aufgetragen wird. Hierbei kommt es vor allem darauf an, ob das Folgematerial atmungsfähig ist. Eine weitere Rolle spielen die äußeren Einflüsse. Bei einer normalen Zimmertemperatur geht es deutlich schneller als bei kalten Wänden wie in Kellerräumen. Hier können Selbermacher mit etwa 30 Prozent Zeitaufschlag rechnen.

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