Rigips verlegen und verschrauben

Selbermacher können Gipskartonplatten vielseitig und unkompliziert beim Innenausbau verwenden. Zum Beispiel, um nichttragende Innen- und Trennwände einzuziehen, Wände und Decken zu verkleiden oder einen Untergrund für Fußböden zu bereiten. Rigips verlegen – eine Aufgabe, die selbst Ungeübte gut meistern können. toom Baumarkt gibt Tipps.

Gipskartonplatten sind in verschiedenen Formaten, Stärken und Materialien erhältlich. Damit eignen sie sich für unterschiedliche Zwecke. Der Klassiker ist heller Rigips für den Einsatz im Trockenbau. Darüber hinaus gibt es imprägnierte Platten, die sich für Nassräume eignen. Ein-Mann-Platten  können bei kleineren Projekten zum Einsatz kommen. Weil sie schmaler sind als andere Modelle, lassen sie sich unkompliziert von Selbermachern verarbeiten, die alleine werken. Ein Plattenheber bietet zusätzliche Unterstützung. 

Die Zwei-Mann-Platte ist ein wesentlich größeres Format, das vor allem für die Verkleidung von großen und hohen Flächen verwendet wird. Für viele Arbeiten mit Rigipsplatten ist zudem eine Unterkonstruktion aus Holzleisten oder Metallprofilen erforderlich, auf der die Platten befestigt werden. Etwa, um Decken abzuhängen oder Wände einzuziehen. Ob die Wahl auf Holz oder Metall fällt, hängt in erster Linie von den persönlichen Vorlieben des Selbermachers ab. Holz punktet vor allem mit seiner Umweltfreundlichkeit. Unterkonstruktionen aus Metall sind hingegen günstiger. Darüber hinaus lassen sie sich vor allem bei größeren Vorhaben leichter verarbeiten. Denn das Ständerwerk verfügt über fertige Aussparungen für Installationen.

Loslegen: Rigips mit Schrauben montieren

Wird der Rigips auf einer Unterkonstruktion aus Holz befestigt, kommen Schrauben mit Grobgewinde zum Einsatz. Wird in Stahl geschraubt, eignen sich Schrauben mit Feingewinde. Die Platten an die Konstruktion halten und die passenden Schrauben mithilfe eines Akkuschraubers befestigen. Dabei mindestens zwei Zentimeter Platz zum Rand lassen, damit die Kante der Platte nicht bricht. Die nächsten Schrauben in einem Abstand von circa 20 Zentimetern anbringen. Wichtig ist es außerdem, die Platten im Versatz zu montieren. Das heißt: Nach dem Zuschnitt der ersten Platte, die zweite Platte neu ausmessen und entsprechend der Maße neu anpassen. Dabei so sorgfältig wie möglich arbeiten: Wenn die erste Platte schief angebracht wird, setzt sich dies beim weiteren Verlegen fort. Darüber hinaus sollte eine kleine Fuge zu Boden, Decke und Wand gelassen werden. Diese wird später mit Acryl oder Silikon gefüllt. Damit die Oberfläche schön gerade wird, als letzten Arbeitsschritt die Fugen und Schraubenlöcher zwischen den Platten mit Spachtelmasse verputzen. Für ein besonders perfektes Ergebnis, die Fläche anschließend abschleifen.

 

Alternative zum Verputzen: Gipskartonplatten kleben

Als Kleber dient Gipsmasse, die nach den Empfehlungen des Herstellers angerührt wird. Nun Teile der Masse mit einer Kelle in einem Abstand von circa 30 Zentimetern am Rand (fünf Zentimeter Platz lassen) der Plattenrückseite auftragen. Das Verkleben von Gipskartonplatten ist eine Alternative zum Verputzen von Wänden. Für eine erfolgreiche Umsetzung muss die Wand trocken und frei von altem, bröckelndem Putz sein. Betroffene und unebene Stellen am besten mit einem Schwingschleifer glätten. Bevor es mit der Montage losgeht, sollten Selbermacher die Rigipsplatten zuschneiden

Die erste Gipskartonplatte wird am unteren Rand der Wand angesetzt. Für die nötige Trittschalldämmung die Platte nicht bündig am Boden ausrichten. Kleine Holzklötzchen können als Abstandshalter verwendet werden. Die Platte leicht andrücken und mit der Wasserwaage kontrollieren, ob sie gerade sitzt. Ist die Wand komplett mit den Gipskartonplatten verkleidet, muss der Gips gut trocknen. Erst dann können die Fugen zwischen den einzelnen Platten final verputzt werden.

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