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Ein Tapetenwechsel kann Ihren Räumen eine ganz neue Atmosphäre schenken.
Die Auswahl ist groß: Es gibt Tapeten aus Papier, Vinyl bzw. Schaumvinyl und auch aus Vlies und Glasfaser. Der Klassiker unter den Tapeten ist die Raufaser.
Wir helfen Ihnen gerne, die richtige Tapete für Ihre speziellen Wünsche und Anforderungen zu finden und Ihnen spezielle Tipps zum jeweiligen Produkt zu geben.
Schalter entfernen
Um möglichst flächig tapezieren zu können, sollten Sie Fußleisten und die Abdeckungen der Lichtschalter und Steckdosen entfernen. Achtung: Denken Sie daran, die Sicherung herauszunehmen.
Alte Tapete entfernen
Zum Entfernen der Tapete können Sie einen mit Wasser verdünnten Tapetenlöser benutzen. Mischen Sie diesen nach Herstellerhinweis an. Tragen Sie ihn mit einem Quast auf. Dieser lässt den Tapentenlöser besser einwirken. Wenn die alte Tapete mit einer latexhaltigen Farbe gestrichen wurde, sollten Sie sie vor dem Einweichen mit einer Stachelwalze vorbehandeln.
Untergrund
Unebenheiten können Sie mit Spachtelmasse angleichen. Wenn die Wand aus sandigem oder stark saugfähigem Material ist, grundieren Sie sie vor dem Tapezieren mit Tiefengrund.
Erst wenn der Untergrund trocken, sauber und tragfähig ist, kann mit dem Tapezieren begonnen werden, da die Tapete sich sonst wieder ablösen könnte.
Zuschneiden
Beim Zuschneiden legen Sie die Tapetenbahnen glatt auf einem Tapeziertisch exakt übereinander und schneiden sie mit einem Tapeziermesser auf die Länge der Raumhöhe plus 10 cm. Achten Sie beim Zuschnitt auf die Musterung, falls die Tapete eine hat. Sie sollte beim Ankleben in die gleiche Richtung verlaufen.
Kleister
Von der Mitte zu den Rändern hin wird der Kleister gleichmäßig und nicht zu sparsam aufgetragen. Oben schlagen Sie die Tapete zu zwei Drittel, unten zu einem Drittel um, damit sie ca. 5–15 Minuten einweichen kann. Wer eine Kleistermaschine mietet, kann mit dieser die Bahnen auch direkt zuschneiden. Hierbei sollte man aber nie mehr als 2 Bahnen zur selben Zeit bearbeiten. Eine Ausnahme sind Vliestapeten. Für diese wird die Wand eingekleistert und nicht die Tapete.
Decken
Die Decken werden zuerst tapeziert. Das machen Sie am besten zu zweit.
Sie legen die Tapete in Schlaufen zusammen. Natürlich werden nur die Kleisterflächen aufeinander gelegt, die Oberseite der Tapete sollte trocken bleiben. Eine Person setzt das eine Ende der Bahn mit ca. 2 cm Überstand an der Raumkante an, und die andere Person hält die Tapete mit einem Besenstiel oder Ähnlichem in die Höhe. Jetzt kann die Tapete nach und nach glatt an die Decke gestrichen werden. Die Wandtapeten werden über die 2 cm über den Überstand der Deckentapete genau auf die Raumkante tapeziert.
Gradlinig
Damit die erste Bahn gerade wird, benutzen Sie ein Lot. Sie fangen eine Bahnbreite neben dem Fenster an und arbeiten sich von dort nach innen (also vom Fenster weg) vor.
Kleben und Glätten
Die Bahnen werden auf Stoß geklebt, d. h. ohne Überstand und ohne Fuge. Mit Hilfe einer Gummirolle können Sie sie von oben nach unten und von der Mitte nach außen glätten und auch überschüssigen Kleister ausrollen. Falls sich Überstände ergeben, drücken Sie diese fest in die Ecken, ziehen sie wieder ab und schneiden sie entlang des entstandenen Falzes ab. Sie können auch ein Kantenlineal verwenden.
Anschlussnähte andrücken
Wenn Sie eine ungeprägte und flache Tapete verwenden, können Sie die Anschlussnähte mit einer Nahtrolle vorsichtig andrücken und somit glätten.
Fensternischen
Um Fensternischen perfekt zu tapezieren, schneiden Sie die Tapetenbahn in der Höhe der Fensterbank und der Fensteroberkante mit leichtem, schrägem Überstand ein und klappen diesen in die Nische. Dann können Sie den Überstand mit einer Schere exakt auf die Fensterkante zuschneiden. Anschließend können Sie oberhalb – also die Unterkante der Fensternische – und unter der Fensterbank tapezieren.
Steckdosen übertapezieren
Die Steckdosen und Lichtschalter tapezieren Sie erst einmal einfach mit und schneiden Sie dann mit einer Schere durch einen Kreuzschnitt wieder aus. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Sicherung heraus ist.
Heizkörper
Um auch hinter dem Heizkörper zu tapezieren, schneiden Sie die von oben begonnene Bahn auf die Breite der Heizkörperbefestigung zu und schieben die Tapete vorsichtig hinter den Heizkörper. Sie können die Tapete auch vor dem Heizkörper enden lassen und die Wand dahinter mit Dispersionsfarbe streichen.
Dekoration
Zur individuellen Dekoration Ihrer Tapete gibt es eine große Auswahl an Bordüren und Zierprofilen.