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Immergrün, dicht wachsend, frosthart, leicht in Form zu bringen und zu halten sowie anspruchslos und robust - das sind die wesentlichen Eigenschaften des Buchsbaums.
Seine universelle Einsetzbarkeit hat seinen Siegeszug durch unsere Gärten vorangetrieben: Ob als Mini-Hecke im Bauerngarten oder zum Quader geschnittene, minimalistische Kübelpflanze - kaum eine andere Pflanze hat sich so nachhaltig „breit“ gemacht wie der Buchsbaum.

Das Buchsbaumsortiment hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt.
So gibt es heute spezielle Minisorten wie z. B. den Buxus semp. Suffruticosa für die Minihecke, für größere Hecken eignet sich der Buxus Rotundifolia deutlich besser.
Die wüchsige Sorte Buxus semp. arborescens bewährt sich ganz hervorragend für den Formschnitt. Speziell der Buxus semp. Suffruticosa wird gerne verwendet für bonsaiähnliche Miniaturkugeln und Kegel.
Auch farblich gibt es Neuerungen; so ist der Buxus semp. „Blauer Heinz“ blau/grün im Austrieb, der Buxus semp. „Elegantissima“ sogar weiß/grün.
Herkunft:
Mittelmeer, mit seinen kalkhaltigen Böden
Standort:
überall, am liebsten sonnig bis halbschattig
Garten:
Gartenboden mit 1:1-Kompost und Sand vermischt, luftig und locker soll er sein, dann noch kalkhaltig, damit er nicht zu sauer ist. Es empfiehlt sich das Aufbringen einer leichten Kompostschicht, so dass der Boden um die Pflanze nicht hart wird.
Kübel:
Spezielle Buchsbaumerde verwenden (z. B. Compo Sana Buchsbaumerde), die
einen für den Buchsbaum optimalen pH-Wert aufweist und besonders strukturstabil ist. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme und Belüftung der Wurzel sichergestellt.
Wasser:
Im Garten: nur bei längeren Trockenperioden
Im Kübel: 2 x pro Woche, auch im Winter, aber nur an frostfreien Tagen
Düngen:
Im Frühjahr mit speziellem Kalk und magnesiumhaltigem Langzeitdünger, im Garten zusätzlich kalken, damit die Pflanze ungehindert Nahrung aufnehmen kann.
Umpflanzen:
im Frühjahr oder Herbst, dann gut angießen
Umtopfen:
jederzeit, auch dann gut feucht halten
Überwinterung:
Im Garten: bedenkenlos
Im Kübel: dafür sorgen, dass der Kübel nicht komplett einfriert, z. B. möglichst große Kübel verwenden oder kleinere Kübel mit dekorativer Winterjute einpacken.
Rück- und Formschnitt:
Im zeitigen Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist und spätestens im August, damit die Schnittstellen sauber abheilen können. Auf passendes Werkzeug achten. Für den groben Schnitt eine Heckenschere nutzen und für den Feinschnitt eine kleine handliche Formschnittschere verwenden. Die Scheren sollten scharf sein, damit die Schnittstellen sauber und gerade sind. Spezielle Scheren mit Akkuantrieb erleichtern die Formschnittarbeiten deutlich. Für echte Miniaturen im Bonsaistil empfiehlt es sich, die englischen Gartenscheren zu verwenden. Bitte umlegen Sie den Baum mit Folie oder Papier, damit Sie die Blätter leicht aufsammeln können.
Durch die Anfertigung und den Einsatz einer Schablone kann auch der ungeübte Buchsbaumgärtner perfekte Kugeln und Pyramiden kreieren. Dazu aus Pappe eine Schablone des gewünschten Formates (Kugel, Pyramide, o. Ä.) schneiden. Richten Sie die Schablone am Buchsstrauch aus (eventuell hilft eine zweite Person) und schneiden Sie mit einer Heckenschere grob die Umrisse nach. Dann schneiden Sie vom Rand der Schablone aus zur Mitte hin. So kommen Sie Schnitt für Schnitt Ihrem gewünschten Ergebnis entgegen.
Krankheiten und Schädlinge:
Beste Vorsichtsmaßnahme: gutes Substrat, Bewässerung und spezielle Ernährung beachten. Hin und wieder den Buchsbaum „ausschütten“, indem Sie die einzelnen Äste schütteln. Dadurch bekommt der Buchs von innen Luft und alle verwelkten Blätter fallen herunter. Bitte umlegen Sie den Buchsbaum mit Folie oder Papier, damit Sie die Blätter leicht aufsammeln können. Anschließend den Buchsbaum weich, aber intensiv abbrausen.
Schädlinge:
Zu den größten Schädlingen zählen Buchsbaumfloh, Buchsbaumzünsler, Schild- und Blattläuse, Rote Spinne und Spinnmilben. Wie Sie der Lage bei einem Schädlingsbefall schnell wieder Herr werden, verraten wir Ihnen hier in unserem Ratgeber Schädlinge.
Buchsbaumfloh

Der Buchsbaumfloh tritt verstärkt im Frühjahr auf und ist leicht an den vielen eingerollten Blättern und an den Triebspitzen mit kleinem, weißen Belag zu erkennen. Um den Kübel oder um die Planze herum liegen viele kleine weiße Pusteln. Ist der Befall überdeutlich: leicht zurückschneiden, absammeln, abbrausen und einen systemisch wirkenden Insektenvernichter (wie z. B. Cellaflor Schädlingsfrei Careo) aufsprühen. Wichtig dabei: Die Pflanze muss von innen nach außen gut benetzt sein.
Buchsbaumzünsler
Der Buchsbaumzünsler ist erst seit ein paar Jahren auch in unseren Breiten aktiv, richtet aber schon erhebliche Schäden an. Deutlich zu erkennen an dem Gespinst, welches die kleine Raupe an den Triebspitzen hinterlässt. Zu
bekämpfen ist er z. B. mit „Schädlingsfrei Neem“, wie auch der Buchsbaumfloh.
Spinnmilben
Blattläuse (zu erkennen an den kleinen, grünlichen Tierchen, die auf den Triebspitzen sitzen), Spinnmilben (siehe Abb. rechts) und Rote Spinne (meist zu erkennen, wenn der Glanz der Blätter verloren geht) sind ebenso leicht zu bekämpfen (z. B. mit Naturen Blattlausfrei). Pflanze gründlich abbrausen, abtrocknen lassen und Insektenvernichter aufsprühen. Auf die Benetzung der Blattunterseite achten.
Schildläuse
Schildläuse sind schwierig zu erkennen: meist daran, dass die Pflanze nicht mehr richtig wächst und sich klebrige, feuchte Stellen um den Topf herum bilden. Aber auch hier kann leicht geholfen werden. Pflanze abbrausen, antrocknen lassen und ein Sommeröl (wie z. B. Celaflor Schädlingsfrei Careo) aufbringen.
Wichtig bei allen Pflanzenschutzmaßnahmen: unbedingt auf die Herstellerangaben achten und berücksichtigen, dass die Maßnahmen immer abends ohne Sonne durchgeführt und alle Pflanzenteile gut benetzt werden.
Pilzerkrankungen
Können zu Buchsbaumsterben führen. Um einen Befall zu vermeiden, ist es besonders wichtig, die Pflanzen gut zu pflegen. Denn nur bei geschwächten und geschädigten Pflanzen kann ein Pilz sein Unwesen treiben. Erste Anzeichen eines Befalls sind braune bis orangebraune Blattverfärbungen und kahle Triebe. Die Blätter fallen ab und bei deutlichem Befall bilden sich schwarze Streifen an den Trieben aus. Erkennt man dann auf der Rückseite der Blätter einen feinen, weißen Belag, ist es höchste Zeit, die Pflanze zu vernichten, um evtl. umliegende Pflanzen zu schützen. Die befallenen Pflanzen niemals auf dem Kompost entsorgen, sondern in den Hausmüll geben oder verbrennen. Vorbeugend kann man „Neudorf Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei Saprol“ einsetzen.